Was ist Bancha?
Bancha bedeutet wortlich "gewohnlicher Tee" oder "spater Tee" und bezeichnet in Japan Gruntee aus der zweiten, dritten oder vierten Ernte des Jahres. Wahrend die erste Fruhlingsernte (Shincha/Ichibancha) fur Premium-Sencha reserviert ist, liefern die spateren Ernten den milden, alltagstauglichen Bancha.
Die reiferen Blatter enthalten deutlich weniger Koffein und Theanin als die zarten Fruhlingstriebe, dafur aber mehr Mineralien und Catechine. Das Ergebnis ist ein unkomplizierter, erfrischender Tee mit einem leicht herben, grasigen Charakter - perfekt fur den Durst zwischendurch oder als Begleitung zum Essen.
Auch abends genießbar
Mit nur 10-20mg Koffein pro Tasse stort Bancha den Schlaf kaum - ideal fur den entspannten Feierabend.
Preis-Leistungs-Konig
Hochwertiger Alltags-Gruntee zu einem Bruchteil des Sencha-Preises - Qualitat muss nicht teuer sein.
Magenfreundlich
Weniger Gerbstoffe als Sencha machen Bancha besonders sanft zum Magen - auch auf nuchternen Magen trinkbar.
Bancha vs. Kaffee: Der Vergleich
Fur alle, die eine wirklich sanfte Alternative suchen:
Bancha vs. Kaffee
| Eigenschaft | Bancha | Kaffee |
|---|---|---|
| Koffein/Tasse | 10-20mg | 80-100mg |
| Magenfreundlichkeit | Sehr gut | Problematisch |
| Abends trinkbar | Ja | Nein |
| Preis/100g | 5-15 Euro | 10-30 Euro |
| Durstloscher | Ausgezeichnet | Dehydrierend |
| Kinder geeignet | Bedingt ja | Nein |
Bancha-Varianten im Uberblick
Yanagi (Weiden-Bancha): Aus den langlichen unteren Blattern, besonders mild und suß.
Aki-Bancha (Herbst-Bancha): Aus der letzten Ernte im Herbst, kraftiger Charakter.
Sannenbancha: Drei Jahre gealterter Bancha, extrem mild, fast koffeinfrei - in der Makrobiotik beliebt.
Hojicha: Gerosteter Bancha - so beliebt, dass er eine eigene Kategorie verdient (siehe nebenan).
Wirkung von Bancha
Bancha ist der Tee fur alle, die Koffein reduzieren mochten:
- Sanfte Erfrischung: Genug fur einen leichten Energiekick, nicht genug fur Nervositat
- Reich an Mineralien: Die reifen Blatter enthalten mehr Kalzium, Eisen und Magnesium
- Fluorid-Quelle: Gut fur die Zahngesundheit
- Basische Tendenz: In der makrobiotischen Ernahrung als ausgleichend geschatzt
- Verdauungsunterstutzend: Ideal nach dem Essen, wie in Japan ublich
Zubereitung von Bancha
Bancha ist unkompliziert und verzeiht Fehler:
- Wasser aufkochen Bancha vertragt heißeres Wasser als Sencha - 80-90°C sind perfekt. Kochen ist auch moglich!
- Tee dosieren Ca. 5-6g Bancha (1-2 Teeloffel) auf 200ml Wasser. Bancha darf ruhig kraftiger dosiert werden.
- Ziehen lassen 1-3 Minuten je nach gewunschter Starke. Bancha wird auch bei langerer Ziehzeit kaum bitter.
- Genießen Heiß oder kalt - Bancha ist auch als Eistee hervorragend. In Japan oft zum Essen serviert.
- Zweiter Aufguss Ein zweiter Aufguss ist moglich, aber schwacher. Die Blatter sind bereits gut ausgelaugt.
Fur wen eignet sich Bancha?
Bancha ist die perfekte Wahl fur:
- Koffein-Empfindliche: Der sanfteste japanische Gruntee
- Nachmittags- & Abendtrinker: Stort den Schlaf nicht
- Familien: Altere Kinder durfen Bancha in Maßen trinken
- Magen-Empfindliche: Weniger Gerbstoffe, sanfter zum Magen
- Vieltrinker: Gunstig genug fur Literweise Genuss
- Makrobiotik-Anhanger: Fester Bestandteil der makrobiotischen Kuche
- Tee-Einsteiger: Milder Geschmack, der niemanden uberfordert
Haufige Fragen zu Bancha
Was ist der Unterschied zwischen Bancha und Sencha?
Sencha stammt aus der ersten Fruhlingsernte (junge Blatter, viel Koffein, intensiver Geschmack), Bancha aus spateren Ernten (reifere Blatter, wenig Koffein, milder Geschmack). Die Verarbeitung ist identisch.
Ist Bancha wirklich koffeinarm?
Ja! Mit 10-20mg pro Tasse hat Bancha nur etwa ein Viertel des Koffeingehalts von Sencha und ein Zehntel von Kaffee. Trotzdem ist er nicht koffeinfrei - fur komplett koffeinfreien Tee gibt es Sannenbancha.
Kann ich Bancha auch kalt zubereiten?
Absolut! Cold Brew Bancha ist in Japan als "Mugicha-Alternative" im Sommer beliebt. Einfach 10g Bancha mit 1 Liter kaltem Wasser uber Nacht im Kuhlschrank ziehen lassen.
Warum ist Bancha so gunstig?
Die spateren Ernten sind weniger arbeitsintensiv und die Blatter weniger wertvoll als die zarten Fruhlingstriebe. Das bedeutet nicht schlechtere Qualitat - nur andere Eigenschaften zu einem faireren Preis.